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Wednesday, March 30, 2011

The Bollock Brothers im Gleiss 22

11-12-2010
The Bollock Brothers at Gleiss 22 Münster

Press DERWESTEN Dortmund - Bollock Brothers & Klaus Fiehe

Karten für Klaus Fiehe und die Bollock Brothers im FZW gewinnen
DERWESTEN
Dortmund, 21.03.2011, Katrin Figge


Die Bollock Brothers kommen mit Klaus Fiehe (r.) am 9. April ins FZW nach Dortmund. Foto: Veranstalter

Dortmund.
Die legendären Bollock Brothers kommen ins FZW nach Dortmund – und bringen Klaus Fiehe als Verstärkung am Saxofon mit. WAZ, WR und DerWesten verlosen Karten für das Konzert am 9. April!

Seit mehr als 30 Jahren verfolgen die Bollocks eine Mission: Die Briten wollen Londoner Punk und Wave von der kleinen Insel auf den großen Kontinent tragen. Am Samstag (9. April 2011) machen die Bollocks auf ihrer „Live and Dangerous“-Tour Station im Dortmunder FZW – mit Einslive-Moderator Klaus Fiehe als Unterstützung am Saxofon.

3x2 Karten zu gewinnen
Westfälische Rundschau und DerWesten.de verlosen 3x2 Karten für die Veranstaltung. Teilnehmen ist ganz simpel: Schickt einfach eine Mail mit dem Betreff Bollocks an gewinnspiel@derwesten.de schicken – und mit ein bisschen Glück ziehen wir euren Namen. Einsendeschluss ist der 3. April 2011. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Seit 1979 auf großer Mission
Die legendären Bollock Brothers kehren zurück ins FZW. Seit 1979 ist die Truppe um Jock McDonald nun schon unterwegs, um Rock, Punk und Wave aus London in die Welt zu tragen. Dieses Konzert hat Tradition im FZW – und zwar eine lange! Die Bollocks traten schon unzählige Male im FZW auf, sind mittlerweile gute Freunde des Hauses und haben sich unlängst ihre Fangemeinde in Dortmund erspielt.Unvergessen sind die Auftritte bei der Jürgen-Kohler-Abschiedsparty des BVB-Fanprojektes, auf der die Bollock Brothers gemeinsam mit Joachim Krol, Wiglaf Droste, Peter Freiberg und anderen dem Fußballgott huldigten. Das war im Jahre 2002. Oder der Gig im Dortmunder Rathaus beim Länderspiel Deutschland–Schottland.Das letzte Studioalbum „Last Will And Testament“ wurde 2008 aufgenommen und ist über die Band-Homepage erhältlich. 2009 war ein erfolgreiches Live-Jahr für die Band. Letzter Höhepunkt war das Sinners-Day-Festival am 1. November im belgischen Hasselt, wo die Bollock Brothers vor mehr als 12 000 begeisterten Zuschauern auftraten – und zwar zusammen mit The Human League, Gary Numan, Anne Clark, Lydia Lunch, Gang Of Four, The Neon Judgement und Front 242.Zur Verstärkung haben die Bollocks ihren langjährigen Freund und Fan Klaus Fiehe eingeladen. Der legendäre Einslive-Moderator und Musikjunkie wird die Band bei einigen Stücken mit dem Saxofon unterstützen.


Samstag,9. April 2011 - · Einlass: 19.30 Uhr

Preise: 19 Euro plus Gebühr

FZW, Ritterstr. 20, 44137 Dortmund-Mitte

Wednesday, February 10, 2010

The Bollock Brothers und Boysox



30.01.2010
Komplex-Schuettorf

Eine der erfolgreichsten britischen Bands des letzten Vierteljahrhunderts ist zurück! THE BOLLOCK BROTHERS, der schicke Mix aus Punk und Kabarett, flirten schon seit Jahren mit verdrehten Rock und Dance Grooves und haben in dieser Zeit eine ganze Stange wahrer Hymnen auf die Welt losgelassen. Nun sind sie zurück und haben ein Album im Gepäck, das ein ganz heißer Anwärter auf das Album ihrer Karriere ist. ,The Last Will & Testament" ist der perfekte Soundtrack für den laufenden Sommer. Vor zwei Jahren starb ganz plötzlich eins der Gründungsmitglieder der BOLLOCK BROTHERS, ,Big" Mark Humphrey. Die Band war betroffen, schwor sich aber jedoch, Mark zu Ehren ein neues Album aufzunehmen. Der Tod des Kollegen funktionierte als plötzliche Inspiration für Sänger Jock McDonald, so dass die BOLLOCK BROTHERS gar nicht lange brauchten, um sich im belgischen Studio häuslich einzurichten. ,Last Will & Testament" ist so viel mehr als nur ein Tribut an Big Mark; Jock McDonald erlebt den zweiten Frühling, singt wie ein jugendlicher Krawallmacher mit ganzem Herzen und lässt den Hörer nach dem Ende des letzten Tracks mit Bild eines weisen alten Wolfs vor dem inneren Auge zurück. Im Jahre sind THE BOLLOCK BROTHERS noch immer hungrig und voller Leidenschaft. Die erste Hälfte des Albums ist mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und verbindet eine ganze Armada von verschiedenen Spielarten und Launen. All das kommt jedoch in einer einzigartigen Zeitreise zusammen - eine Reise in das private Universum von McDonald. Und wenn es ein Song verdient, die Hymne dieses Spätsommers zu werden, dann ist das eindeutig die BOLLOCK BROTHERS Version von THE WHOs ,My Generation"!

Monday, February 8, 2010

Nick Leeson - Vor die Wölfe

Der Spiegel 21.08.1995



In seiner Zelle kämpft Milliarden-Zocker Nick Leeson um seine Auslieferung nach Großbritannien. Die Chancen stehen schlecht.

Die britische Punk-Rockband "Bollock Brothers" plante einen Hit - Markterfolg garantiert. Den Sinatra-Song "My Way" wollten sie herausbringen, gesungen von Nick Leeson, dem Mann, der Anfang des Jahres mit seinen Spekulationen die Traditionsbank Barings ruiniert hatte.

Das Marketing-Kalkül ging auf. Die Band, auf hochdeutsch: "Hoden-Brüder", genoß ein gewaltiges Medienecho - und diesmal waren es bessere Schlagzeilen als 1987 nach einem Konzert in Hamburg, wo die Truppe eine so lausige Darbietung bot, daß die Fans sie erst mit Bierflaschen bewarfen und dann die Lautsprecheranlage abfackelten.

Das Problem bei der Plattenproduktion: Der aus Singapur geflüchtete Milliarden-Zocker Nicholas William Leeson, 28, stand für einen Besuch im Tonstudio nicht zur Verfügung. Er sitzt derzeit in Frankfurt-Höchst in Auslieferungshaft.

Per Telefon, so berichtete der Stern, habe Leeson deshalb seinen Part aufs Band eines Hamburger Tonstudios gesungen. "Die Wächter dachten übrigens, er singt seinen Kindern was vor." Und der Erlös der CD, so wußte Bild, "soll Obdachlosen zugute kommen".

Schnickschnack. "Herr Leeson hat nicht gesungen", sagt sein Londoner Anwalt Stephen Pollard.

In seiner gegenwärtigen Lage wäre für Nick Leeson nichts schädlicher, als sich auch noch mit seinen Taten zu brüsten. Der Brite, der seinem früheren Arbeitgeber einen Verlust von 827 Millionen Pfund (1,8 Milliarden Mark) bescherte, bemüht sich derzeit verzweifelt um eine Auslieferung in sein Heimatland. Nach Singapur, wo er bis zu seiner Flucht drei Jahre für Barings gearbeitet hatte, will er keinesfalls zurück.

Doch Großbritannien will den Börsenhändler nicht haben. Die Behörden sind der Ansicht, daß
(* Am 2. März auf dem Frankfurter )
(Flughafen. )


Leeson auf britischem Boden keine Straftaten begangen habe. Die Strafverfolger in Singapur dagegen sind begierig darauf, dem Jungbanker den Prozeß zu machen. "Leeson mußte als Sündenbock herhalten", befürchtet Pollard, "weil der einst saubere Finanzplatz durch ihn seinen Ruf verloren hat."

Sündenbock oder Bösewicht? Die Frage beschäftigt die Briten noch immer. Gleich vier Bücher, die in allernächster Zeit erscheinen, wollen sich der Geschichte vom Börsenyuppie, der das ganz große Rad drehte und eine altehrwürdige Londoner Bank an den Rand des Konkurses trieb, annehmen; die Verlage rechnen mit guten Geschäften.

Auch Leeson selbst will seine Version, aufgeschrieben von dem Journalisten Edward Whitley, unters Volk bringen. Die Rechte könnten ihm bis zu 500 000 Pfund bringen. Leeson braucht das Geld, um seine aufwendige Verteidigung bezahlen zu können. Er hofft aber auch auf Verständnis bei seinen Landsleuten.

"Ich bin ein ganz gewöhnlicher britischer Bürger, der einige sehr dumme Fehler gemacht hat", schrieb Leeson aus der Haft an den britischen Premierminister John Major. Wenn er nach Hause dürfe, bot er den Behörden an, werde er sich in insgesamt sieben Punkten für schuldig erklären.

In einem weiteren Brief wandte sich Leeson, der in seiner Frankfurter Zelle einen Laptop hat, direkt an die britische Öffentlichkeit. Die Behörden wollten ihn "vor die Wölfe schmeißen", klagte er. "Ich möchte nur zurück, meine Strafe absitzen und dann mein Leben weiterführen."

Verlesen wurde das Schreiben auf einer Pressekonferenz in London von Lisa Leeson, 26. Die junge Frau, selbst eine gelernte Bankerin, tourt derzeit rastlos durch britische Zeitungsredaktionen und TV-Studios, um PR für ihren Mann zu machen. "Nick ist kein Krimineller. Er hat nie Geld in die eigene Tasche gesteckt."

In Singapur hätten sie keineswegs auf großem Fuß gelebt, mit Bediensteten, Porsche und eigener Jacht, wie es die Zeitungen nach dem Zusammenbruch der Bank geschrieben hätten, versichert sie. Ohne jeden Glamour sei der Alltag in der Wirtschaftswunderstadt gewesen. Nach zwölf Stunden Arbeit habe sich der Gatte am Abend erschöpft vor die Glotze gesetzt. Und sie habe ihm dann sein Lieblingsessen serviert - "Bangers and mash", Bratwurst mit Kartoffelbrei.

Auch heute kümmert sich Lisa Leeson rührend um ihren Nick. Obwohl sie zweimal wöchentlich im Teehaus eines Onkels in Maidstone, Kent, kellnern muß, reist sie jeden Donnerstag morgen um kurz nach acht von London-Gatwick nach Frankfurt. Nachmittags um fünf geht es dann zurück, mit Schmutzwäsche ihres Mannes im Gepäck und Tränen in den Augen.

Unterdessen kämpfen Leesons Anwälte dafür, daß die junge Frau, die nun wieder bei ihren Eltern wohnt, in den kommenden Jahren nicht nach Singapur fliegen muß, wenn sie ihren Mann sehen will.

Verteidiger Pollard pocht darauf, daß Leeson seine Londoner Vorgesetzten mit gefälschten Zwischenbilanzen zur Herausgabe weiterer Millionen für die Spekulationsgeschäfte veranlaßt habe. "Der Betrug ist ganz klar in diesem Land geschehen, und hier will sich mein Mandant verantworten."

Der Anwalt hat jetzt erreicht, daß das Serious Fraud Office, die zentrale Ermittlungsbehörde bei schwerer Wirtschaftskriminalität, seinen Mandanten doch noch verhören will. Ob die Anwälte aber Leesons Auslieferung nach Singapur wirklich noch abwenden können, ist mehr als zweifelhaft.

Voraussichtlich im September wird das Oberlandesgericht Frankfurt über das 1000 Seiten umfassende Ersuchen des Stadtstaates entscheiden. Dem Gericht liegt zudem ein Bericht der deutschen Botschaft in Singapur vor, in dem das dortige Rechtssystem als fair bezeichnet wird. Die Haftbedingungen entsprächen westlichen Standards.

Angeklagt werden soll Leeson in Singapur wegen insgesamt zwölf Delikten der Urkundenfälschung, des Betrugs und der Untreue. Die maximale Gesamtstrafe beträgt 14 Jahre. "Mehr kann er dort dann auch nicht kriegen", sagt Oberstaatsanwalt Eckert, "das haben die uns schriftlich versichert."

Wenn es Leeson nicht doch noch gelingt, die britischen Behörden zu einem eigenen Auslieferungsantrag zu bewegen, ist die Bundesregierung seine letzte Hoffnung. Nach einem Auslieferungsbeschluß des Frankfurter Gerichts müßte Bonn die Überstellung nach Singapur diplomatisch bewilligen.

Wäre Leeson ein Deutscher, dürfte er nicht ausgeliefert werden. Wäre er im März nicht in Frankfurt verhaftet worden, sondern hätte damals - wie angeblich von ihm beabsichtigt - nach London weiterfliegen können, stünden seine Chancen heute besser.

Aber wegen eines jungen Briten, dessen Heimatland ihn nicht haben will, wird die Bundesregierung kaum Ärger mit der Regierung des autoritären Stadtstaats riskieren wollen.

Vorerst darf der einstige Börsenstar im Frankfurter Gefängnis noch für einige Zeit Prospekte eintüten - eine Arbeit, die ihm 4,50 Mark je 700 Stück bringt.

* Am 2. März auf dem Frankfurter Flughafen.

Saturday, January 23, 2010

Bollock Brothers - Dortmund

Bollock Brothers - Dortmund, FZW, 15.01.10
Frank - 19.12.09

Es gibt Dinge, die passieren mir wirklich nicht oft, z.B. dass ich mit 39 zu den Jüngsten auf einem Konzert gehöre. Letzten Freitag war es aber mal so, die Bollock Brothers waren mal wieder in Dortmund und deren beiden ersten Platten hatte ich mir mit 15 gekauft.

Viele der heutigen Fans waren damals wohl schon einen Tacken älter. Etwas anderes hat mir der Abend aber auch gezeigt, die schon ein wenig älteren Jungs von den Bollock Brothers machen unheimlich Spaß, ich habe schon lange keine Band mehr gesehen, die so locker und ungezwungen so viel Spaß auf der Bühne hatten. Setlist? Wofür? Das geht auch ohne! Und wenn man mal den Einsatz deswegen verpasst, na und, fangen wir doch einfach nochmal an. Toller Kontrast zu dem Perfektionismus vieler heutiger selbstverliebter Bands.

Begonnen hat der Abend noch ohne Sänger Jock mit dem Intro zu Faith Healer, doch vor Jocks Einsatz dann der Break. Jock ordentlich mit Anzug und Schal, würdiger Auftritt. Okay, dann eben noch nicht. Nach der Begrüßung der Dortmunder Fans ging es dann aber richtig los, und zwar gleich mit "Horror Movies". Ich dachte noch: "Hey, bitte nicht gleich die coolen Songs zu Beginn verbrennen". Wie blöd dieser Gedanke war, wurde mir während des Gigs immer wieder dadurch bewusst, dass ich mich an andere neue alte Songs der Bollock Brothers erinnern konnte. Scheiße, ich muss mir jetzt endlich mal eine neue Nadel für meinen Plattenspieler holen, damit ich mein Vinyl wieder reaktivieren kann oder ich versuche mir die Bollock-Brothers-Alben schick remastered als CDs zu besorgen.

Das Publikum scheint den Gig genauso genossen zu haben wie ich. Überall sah man sich im Takt bewegende und vor allem laut mitgrölende Fans. Songs wie "Harley David Son of a Bitch" und "Four Horseman" gingen allen textsicher von den Lippen. Eine Überraschung für mich war dann irgendwann "King Rat", echt ein klasse Song! Zwischen den Songs schöne Ansagen von Celtic-Fan Jock McDonald. Da wurde, wie es sich gehört, die Celtic-Dortmunder-Fanfreundschaft beschworen und natürlich auch die Freundschaft zwischen den Bollock Brothers und ihren Dortmunder Fans durch zahlreiches Anstoßen und Zuprosten gepflegt. Probleme gab's nur als Jock seinen so geliebten Whisky-Cola nicht bekam. Auch der Versuch, ein Date mit seiner "Schwester" für ein Whisky-Cola zu versprechen, fruchteten zunächst nicht. Schließlich klappte das mit dem Getränk aber doch noch.

Leider bekomme ich hier nicht die komplette Setlist zusammen, erinnern kann ich mich noch an "Henry VIII." und "Jesus Lived Six Years Longer Than Curt" beides live absolut klasse. Neben der glänzend aufgelegten Band lag das aber auch an dem Publikum, das hin und wieder die Gesangparts für sich forderte, sodass Jock sein Mikro lieber ins Publikum hielt als selbst zu singen. Ein weiterer Höhepunkt war "Pretty Vacant" bei dem Chris und Richard ihre Instrumente tauschten und Richard den Gesang übernahm. Als dann die Zugaben anstanden, ließ es sich die Band nicht nehmen "Henry the 8" ein zweites Mal zum Besten zu geben. Schade, hätte mir den Song mit dem Text von "Le Hand of le Frog" dazu gewünscht (googelt mal danach). Zu guter Letzt kam dann doch noch "Faith Healer" und so schloss sich dann der Kreis an diesem Abend, so wie er begonnen hatte.

Fazit: "Um so älter der Jahrgang um so besser", gilt für die Bollock Brothers auf jeden Fall! Da ist es echt egal was für ein Könner man auf einem Instrument ist, oder was für ein geiler Sänger man ist, ein Konzert braucht für mich vor allem Charisma und das haben "Jock and the bhoys!" Hab schon lange nicht mehr so auf einem Konzert gelacht und soviel Spaß gehabt. Danke Jock!

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